Mit einem Werbeaufwand von rund einer Million Mark jährlich will "Citizen Watch & Co", Tokio, innerhalb von drei Jahren bei Armbanduhren in der Bundesrepublik einen Marktanteil von fünf Prozent erobern. "Citizen Watch" ist der zweitgrößte japanische Uhrenhersteller und gleichzeitig zweitgrößter Uhrenproduzent der Welt.

Von den sieben Millionen Armband uhren, die "Citizen Watch" jährlich auf den Markt bringt, werden 60 Prozent exportiert, davon der überwiegende Teil in die USA. Der europäische Exportanteil beträgt erst fünf Prozent. Das soll jetzt anders werden.

In Hamburg wurde eine Europa-Verkaufsgesellschaft geschaffen, die nicht nur das Deutschlandgeschäft aufbauen, sondern auch die Europa-Offensive der Japaner koordinieren soll.

Für ihr Ziel, demnächst jährlich 350 000 Armbanduhren in der Preisklasse zwischen 55 und 200 Mark in der Bundesrepublik abzusetzen, haben sich die Japaner gut vorbereitet: Sie stellen einen Service, der garantiert, daß Reparaturen innerhalb von 48 Stunden ausgeführt werden.

– Ganz billige Uhren wollen die Japaner den Deutschen nicht anbieten. Sie halten aber auch nichts von dem Slogan "Eine Uhr fürs Leben!" Sie wollen unter dem Motto verkaufen: "Zu jedem Anzug, zu jedem Kleid und zu jeder Gelegenheit die passende Uhr." kw