Josef Ertl, bayerischkonservativer FDP-Abgeordneter und Agrarpolitiker, stellte sich in der vergangenen Woche als der neue Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vor. Den Ministerposten, der ihm unter einem Kanzler Brandt sicher ist, charakterisierte Ertl als "Himmelfahrtskommando". Als wichtige Punkte, die es ihm möglich machen werden, den gefährlichen Auftrag ruhmvoll zu überstehen, zählte Ertl auf: Zusammenarbeit mit dem Bauernverband, mehr Struktur- und Sozialmaßnahmen sowie eine Reform der EWG-Agrarpolitik. Äußerte Ertl: Ein gemeinsamer Agrarmarkt ist nicht Europa gleichzusetzen.

George Aiken, Vertreter des Bundesstaates Vermont im amerikanischen Senat will Präsident Nixon zu neuen protektionistischen Maßnahmen zwingen. Aiken forderte, was für die Landwirte in Vermont gut ist: eine schärfere Importbeschränkung für Molkereiprodukte. Auf Aikens Wunsch wurden, im Januar bereits die Importe für Dosenmilch und einige Käsesorten gebremst. Die Erfüllung der neuen Forderungen würde der Regierung Nixon viel Ärger mit einigen EWG-Staaten und gewiß auch mit einer Reihe südamerikanischer Länder bringen.

Jacqueline Onassis mußte auf 100 000 Dollar und die griechische Touristik-Industrie auf mehrere Millionen Dollar verzichten, nur weil Aristoteles Onassis seine Frau nicht als Filmstar sehen will. Jacqueline wollte in dem Werbefilm "Eine Reise durch Griechenland" des amerikanischen Regisseurs Roger Gimbel auftreten. Das Drehbuch hatte Truman Capote geschrieben. Rainier von Monaco, der einst den amerikanischen Filmstar Grace Kelly, heute Prinzessin von Monaco, heiratete, war nicht so königlich zurückhaltend wie Onassis. Er erlaubte seiner Prinzessin, in einem entsprechenden Streifen über Monaco aufzutreten. Regisseur Gimbel schätzt den Verlust für Griechenland auf 70 Millionen Dollar.