Zwanzig Jahre hat sich die CDU/CSU gefragt, was sie für uns tun kann. Jetzt sollten wir uns fragen, was wir für die CDU/CSU tun können. Meine Frau und ich haben damit schon angefangen:

"Du könntest Frau Kiesinger unsere Hilfe beim Umzug anbieten", schlug ich meiner Frau vor.

"Und du könntest aufhören, schadenfroh zu grinsen, wenn du einen CDU-Politiker triffst – wie gestern", riet sie mir.

"Wäre es vielleicht taktvoller gewesen, ihm mein Beileid auszusprechen?" verteidigte ich mich. Aber meine Frau war wieder bei den Sorgen unserer christlich-demokratischen Freunde.

"Es wird sehr schwer für sie sein. Wo sie sich doch so ans Regieren gewöhnt haben! Diese Umstellung! Manche haben doch gar nichts anderes gelernt. 20 Jahre – so was geht an keinem Menschen spurlos vorüber. Was meint denn Prof. Kieferhöhle?"

"So ein Schock könne schwere psychische und organische Folgen haben. Man müsse mit Schwindelanfällen und Depressionen rechnen. Wenn eine dynamische Persönlichkeit wie Strauß keine rechte Aufgabe mehr hat..."

"Hoffentlich lassen sie ihm wenigstens die Olympiade", meinte meine Frau, "und wenn man bloß was für Schröder wüßte..."