Doch dem Ehrenamt bleibt die Aufsichtsfunktion

Von Adolf Metzner

Wenn Führungskrisen den bundesrepublikanischen Sport weiterhin derart beuteln, werden die Sportjournalisten ihr Operationsfeld bald verlegen müssen. Schon fahren einige fast nur noch von Versammlung zu Versammlung, weil dort die Bomben platzen, während im Stadion der Routinebetrieb läuft oder gar gerade gestreikt wird.

In Duisburg waren die Zeitungsleute bei den Leichtathleten, wo das Ende der Ära Danz eingeläutet wurde, aber für die Sensation sorgte dann an anderer Stelle Willi Weyer durch seinen spektakulären Rücktritt.

Wenn man selbst einst dem Sport verfallen war und heute immer noch von ihm fasziniert ist, kann man nur mit Bedauern die fortschreitende kalte Perfektion beobachten, die heute das formende Element der Sportbewegung ist. Kommen dann die Emotionen der Masse hinzu, so fallen ihr auch die ehrenamtlichen Sportführer zum Opfer, denen als Amateure eigentlich ein bestimmtes Quantum Unzulänglichkeit ganz gut zu Gesicht stände.

Aber der Dilettant ist tot, der Manager triumphiert. In die Rolle des Kritikers versetzt, muß man des Wohles der Sache wegen oft hart urteilen und manchmal über das Tun von Menschen den Stab brechen, die man persönlich schätzt.

Willi Weyer ante portas