Von Kai D.Eichstädt

Am 15. März wird die "Japan World Exposition, Osaka, 1970" von Kronprinz Akihito feierlich eröffnet.

Es ist die erste Weltausstellung in einem asiatischen Land, und – sie hätte eigentlich schon viel früher stattfinden sollen. 1912 zwangen wirtschaftliche Schwierigkeiten die Japaner, die geplante Ausstellung abzusagen. 1940 waren die Vorarbeiten wieder vergeblich gewesen: Der Zweite Weltkrieg verhinderte die Weltausstellung. Alle Eintrittskarten, die für die Expo ’40 bereits verkauft waren, gelten jetzt auch für die Weltausstellung 1970. Die "neuen" Karten kosten im Vorverkauf in den Büros der Japan-Air-Lines für Erwachsene acht Mark, für Kinder die Hälfte.

Das Leitthema dieser Expo: "Fortschritt und Harmonie für die Menschheit."

Über 70 Nationen und mehr als 30 japanische Industriekonzerne haben auf dem Ausstellungsgelände, 16 Kilometer nördlich Osakas, Pavillons errichtet.

Drei Jahre dauerten die Vorarbeiten. Über zehn Milliarden Mark investierten die Japaner in diese Messe der Superlative. 330 Hektar Brachland wurden in eine Zukunftslandschaft verwandelt und Autobahnen, Eisenbahnen und ein neuer Flughafen gebaut. Ein Riesenaufwand für eine Schau, die nach 183 Tagen, am 13. September wieder zu Ende geht. Später wird auf dem Expo-Gelände eine Universität entstehen.

Obwohl die Ausstellung in erster Linie für Japaner gedacht ist, werden Besucher aus aller Welt erwartet. Unter den 50 Millionen zu erwartenden Gästen werden etwa eine Million Ausländer sein; 600 000 allein aus Amerika, weitere 200 000 aus Europa. Aus Deutschland etwa 20 000.