Photographieren in Salzburg: Nach Rom und Venedig – das nehmen die Salzburger Stadtväter und -werber für sich in Anspruch – sei ihre Stadt die meistphotographierte. Sie möchten gern, daß es die bestphotographierte wird: Das Stadtverkehrsbüro hat darum jetzt einen Photoführer herausgegeben, der nicht Blenden und Belichtungszeiten verrät, der vielmehr die reizvollsten (Blick-)Winkel der Stadt aufzählt und die Tageszeit angibt, zu der sie im festen Licht stehen: die Getreidegasse, zum Beispiel, am ganz frühen Morgen.

Jet-Flughafen auf den Azoren: São Miguel, die Hauptinsel der Azoren, hat nun endlich einen eigenen modernen Flughafen. Bisher konnten Düsenflugzeuge nur auf der Nebeninsel Santa Maria landen. Portugal erhofft sich von dem neuen Azoren-Airport eine Steigerung des Fremdenverkehrs auf der Insel. Reiseveranstalter aus Deutschland, England und den skandinavischen Ländern prüfen zur Zeit die Möglichkeiten, Charterreisen nach São Miguel in ihr Angebot aufzunehmen.

"Urwald" in Baden-Württemberg: 23 Hektar Wald im Distrikt Stammberg bei Tauberbischofsheim werden zum "Forstbannwaldgebiet" erklärt. Da darf kein Förster, mehr ordnen und pflanzen, kein Holzfäller mehr sägen. Der Wald wird nach etlichen Jahren in einen "urwaldähnlichen Zustand" zurückfallen – und soll so bleiben: sich selbst überlassen, wachsend, stürzend, faulend; frei für Spaziergänger, Wanderer, Naturfreunde.

Der Doktor spricht Deutsch: Dreißig Seiten mit Adressen italienischer Ärzte, die gut Deutsch sprechen (14 allein in Rimini und zwei Zahnärzte, fünf in Venedig), enthält eine neue Broschüre, die von den italienischen Fremdenverkehrsämtern in Düsseldorf, Frankfurt und München kostenlos abgegeben wird. Das Heftchen gibt auch Auskunft: Was zahlen die Krankenkassen, wenn ein deutscher Urlauber in Italien zum Arzt oder in ein Krankenhaus muß?

Ski und Rodel – leihweise: In Zermatt, in Davos und in 62 weiteren Wintersport- und -ferienorten in der Schweiz haben sich die Sportgeschäfte auf einheitliche Mietpreise füralle Wintersportartikel geeinigt. Das Schweizer Verkehrsbüro in Frankfurt verschickt auf Anfrage eine Liste mit den Adressen der Sportgeschäfte und mit Preisbeispielen: ein Paar Metallski für zehn Tage 75 Franken, Kinderschlittschuhe mit Schuhen für zwei Wochen 18 Franken, Wochenmiete für einen Skibob 69 Franken.

"Trimm dich!" – in Mittenwald: Einen Skiwanderweg, 15 Kilometer lang, gut vorgespurt, wird es – wenn erst Schnee liegt – in Mittenwald geben. Der ADAC und die Gemeinde haben sich zusammengetan: Die Gemeinde wird die Loipe anlegen und unterhalten (sie beginnt an der Karwendelbahn-Talstation und geht bis zur Landesgrenze bei Scharnitz), der ADAC gibt über den ADAC-Notruf München Auskunft über den jeweiligen Zustand und die Schneebeschaffenheit. Und die Mittenwalder Sportgeschäfte verteilen Langlaufski und helfen beim Wachsen.

Italien – en miniature: Liliputstädte, in denen die wichtigsten, charakteristischsten Bauwerke des Landes en miniature zusammengefaßt sind, gibt es – zum Beispiel – schon in Holland, in der Schweiz, auch in Deutschland. Jetzt wird in Capriate/Provinz Bergamo an einem Mini-Italien gebaut: die Paläste von Venedig und der schiefe Turm von Pisa, der Flughafen von Rom, die Lifte von Cortina, das Tragflügelboot nach Capri und unter anderem auch – das Mittelmeer. Die Kopie des Urlaubslandes, das in der Gunst deutscher Touristen an zweiter Stelle steht (nach Österreich), wird rund 10 Millionen Mark kosten.

100 000 Mark "in alte Steine stecken": Rothenburg ob der Tauber hat im Laufe der Jahre Hunderttausende ausgegeben, um alte Häuser, Gemäuer, Türme vor dem Verfall zu bewahren. Jetzt fallen wieder 100 000 Mark an für die Renovierung des "Pesthauses" im Spitalhof. Das Haus ist etwa 700 Jahre alt. Es hat vier Wohnungen, in denen im Mittelalter von ansteckenden Krankheiten Befallene isoliert wurden. Im nächsten halben Jahr sollen die Arbeiten am Pesthaus, dem einzigen noch erhaltenen in der Bundesrepublik, abgeschlossen werden.