Frauen verschulden am Steuer weniger Unfälle als Männer, das weisen die Statistiken der Versicherungsgesellschaften aus – aber sie machen die schlechteren Fahrprüfungen!

Die "Gesellschaft für Ursachenforschung bei Verkehrsunfällen" stellte in einer Untersuchung fest, daß bei weiblichen Prüflingen die "zahlreichen Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer oder des eigenen Wagens" besonders auffällig waren. Insgesamt mußten die Fahrlehrer in solchen Situationen dreimal mehr bei weiblichen als bei männlichen Fahrschülern eingreifen, um Karambolagen zu verhindern.

Psychologisch lassen sich diese Fehlleistungen aus der überlegenen Vertrautheit von Männern im Umgang mit Maschinen erklären, aber auch aus dem größeren Verantwortungsbewußtsein der Frauen, die sie am Steuer anfangs zaghafter und ängstlicher erscheinen läßt.

Die Angstgefühle sehr vieler Frauen am Steuer sind, ganz im Gegensatz zu männlicher Unbedenklichkeit, materiell motiviert: Die Befürchtung, durch mangelnde Beherrschung des Autos einen materiellen Schaden anzurichten, ist bei Frauen verbreiteter als bei Männern und verschwindet erst mit größerer Fahrpraxis durch das gewachsene Selbstvertrauen. G-ert