Die Terroraktionen der palästinensischen Befreiungsorgansation "El Fatah" im Libanon haben eine erneute Verschärfung der Krise im Nahen Osten ausgelöst. Acht Tage nach den ersten Überfällen auf Grenzposten an der libanesisch-syrischen Grenze dämpften Feuerüberfälle und Sprengstoffanschläge in Beirut und Tripolis sowie ein Anschlag auf ein Mineralöllagei in Saida zunächst die Hoffnung auf eine baldige Beilegung des Konfliktes.

Die Aktivität der "El Fatah" im Libanon hat eine Fülle von Reaktionen ausgelöst.

  • Ägyptens Staatspräsident Nasser hat von der libanesischen Regierung eine klare Zusicherung gefordert, daß die Aktionsfreiheit der palästinensischen Freischärler auf libanesischem Gebiet nicht eingeschränkt werde. Nasser schickte den Sonderbeauftragten Hassan El Choli nach Damaskus.
  • Der Staatspräsident des Libanon, Helou, betonte, sein Land wolle ungeachtet aller Differenzen die arabischen Gue- – rillas in ihrem Kampf gegen Israel mit "allen zur Verfügung stehenden Mitteln" unterstützen.
  • Israels stellvertretender Ministerpräsident Allon drohte in einer Wahlkampf Veranstaltung den arabischen Staaten und "El Fatah", bei einer Einmischung in die inneren Verhältnisse des Libanon würde sein Land entsprechende Konsequenzen ziehen.
  • In Zeitungsartikeln warnte die Sowjetunion die USA vor einem Engagement in dem libanesischen Konflikt.