Dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft ist es gelungen, die bayrische FDP-Politigerin und Bildungsexpertin Hildegard Hamm-Brücher von Wiesbaden, wo sie als Staatssekreärin im Hessischen Kultusministerium sich mancherlei Verdienste, vor allem um die Gesamtchule, erworben hat, nach Bonn zu holen. Dort ist nun im Bildungsministerium eine Mannschaft, beisammen, die sich, gegenseitig recht gut ergänzen könnte: der in Länderkämpfen erprobte Koordinator mit seinem erfrischenden Hang zur Unfeierlichkeit – der wendige Karriere-Politiker mit Erfahrungen darüber, wie und wo, wenn es not tut, Geld beschafft werden kann (und es wird dauernd not tun) – die bei, aller Klugheit charmante Frau, die für eine Öffnung des Ministeriums nach außen, vor allem auch zur Jugend hin sorgen könnte und für jene notwendige Kontaktfreude, die man den Herren weniger nachrühmt.

R. W. L.