Henry Ford II, Chef des amerikanischen Automobilunternehmens Ford, reiste in der Nebensaison nach Frankreich – allerdings nicht zum Vergnügen. Nach Berichten aus Frankreich erkundete Ford II im Süden des Landes Industriegebiete. Wie es heißt, interessierte sich Ford insbesondere für ein Gebiet in der Nähe von Marseille, wo noch einige attraktive Standorte zu vergeben sind. Dem Autokönig aus Amerika wurde sogar von Staatspräsident Pompidou eine Audienz gewährt.

Alfred Herrhausen rettet den Ruf deutscher Manager, die in der Industrie zu Ruhm und Vorstandsposten gekommen sind. Der Vorstand der Vereinigten Westfälischen Elektrizitätswerke (Ressort: Finanzen, Planung, Statistik) wurde von Deutschlands angesehenster Großbank, der Deutschen Bank, engagiert. Herrhausens Laufbahn widerspricht aller Tradition. Bislang zogen sich die Banken ihren Nachwuchs selbst heran und schickten dann die von ihnen ausgebildeten Spitzenmanager in die Vorstände der deutschen Industrie. Herrhausen ist nicht nur tüchtig, er ist auch noch jung: knapp 40 Jahre.

Norodom Sihanouk, Prinz und Staatschef in Kambodscha, regiert und filmt zugleich. Zur Zeit dreht der Prinz gerade den Streifen "Die Rose von Bokor" – es ist sein achter Film. Bei der Filmproduktion beweist Sihanouk, was ein tüchtiger Staatschef vermag: Er ist Produzent, Regisseur, Autor und männlicher Hauptdarsteller (in diesem Fall ein japanischer Oberst) in Personalunion. Die Titelrolle spielt seine Frau, die deutsch-kambodschanische Prinzessin Monique. Der Film ist fast fertig – der Prinz komponiert zur Zeit nur noch die Musik für das königliche Leinwand-Opus.