Mit dem Ergebnis der Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen vom vergangenen Wochenende sind offenbar alle großen Parteien zufrieden. NRW-Ministerpräsident Heinz Kühn (SPD) sprach von einem „Bilderbuch-Ergebnis“, das er sich so schön nicht vorgestellt habe. Der Angriff der CDU auf die „roten Rathäuser“ wie auch der Versuch, die FDP aus den „kommunalen Parlamenten hinauszukatapultieren“, seien gescheitert. Der CDU-Sprecher Arthur Rathke erklärte zum Abschneiden seiner Partei: „Der Trend ist erfreulich.“ Nordrhein-Westfalens Innenminister Willi Weyer (FDP) meinte, nach der Schlappe bei den Bundestagswahlen habe seine Partei die „Talsohle offenbar durchschritten“. Auch die Bundesregierung zeigte sich über das Ergebnis „sehr zufrieden“.

Bei der vergleichsweise geringen Beteiligung von 68,8 Prozent der 9,6 Millionen Wahlberechtigten ergab sich folgendes Bild: SPD 46,06 Prozent (1964: 46,6 Prozent), CDU 45,26 (43,1) und FDP 6,14 (8,0). Die DKP, die zum erstenmal kandidierte, bekam 0,65 Prozent. Nur in Bottrop gelangte sie mit zwei Vertretern ins Stadtparlament. Die NPD erhielt lediglich 0,29 Prozent der Stimmen.