Angesichts der unvermindert andauernden Streiks in vielen Bereichen des italienischen Wirtschaftslebens wird der Ruf nach einem Eingreifen der Regierung immer lauter. Der italienische Arbeitsminister Carlo Donat-Cattin forderte das Kabinett auf, zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgebern zu vermitteln. Im Zusammenhang mit der seit September andauernden Streik- und Demonstrationswelle ist es in den letzten Tagen wieder zu zahlreichen Zwischenfällen gekommen. Die Regierung in Rom rechnet damit, daß infolge der fortdauernden Arbeitskämpfe das Volkseinkommen in Italien in diesem Jahr nur um 4,5 Prozent statt der erwarteten 6,8 Prozent steigen werde. Außerdem seien Zehntausende von Arbeitsplätzen gefährdet.