Von Franz Wallner-Basté

Ich versprach dir, einmal Spanisch zu kommen Shakespeare, „Einen Jux will er sich machen“ 1,2

SPANIEN EHRT VOSSLER

Madrid, 17. Februar (Eigenbericht) – In Anwesenheit des spanischen Erziehungsministers Ibanez Martin, des deutschen Botschafters Dr. Dieckhoff, des Rektors der Madrider Universität, Pio Zibala, und zahlreicher führender Persönlichkeiten des wissenschaftlichen Spaniens sprach am Montag in Madrid der emeritierte ordentliche Professor für romanische Philologie Dr. Karl Vossler über das Thema „Realismus und Religion in der Literatur des Siblo de Oro“. Anschließend entwickelte Vossler vor dem gespannt lauschenden Publikum das von ihm gewählte Thema, das einen interessanten Ausschnitt seiner Forschungsarbeit über Siblo de Oro darstellt.

(Deutsche Allgemeine Zeitung, 18. 2. 1944)

DER LESER HAT DAS WORT

Nach einem Bericht der DAZ vom 18. Februar 1944 gab in Madrid Geheimrat Vossler „einen interessanten Ausschnitt seiner Forschungsarbeit über Siblo de Oro“. Glücklicher konnte das Thema nicht gewählt werden, und doch wird mancher den Namen Siblo de Oro dabei zum ersten Male gehört haben. Kein Wunder, denn Siblo zählt zu den spanischen Dichtern, von denen schon August Wilhelm von Schlegel beklagte, daß „der Undank der neueren Zeit sie allzusehr vergessen hat“. Gerade wir Deutschen aber sollten diesen Vorwurf nicht auf uns sitzen lassen.