Georg Friedrich Händel: "Violinsonaten"; Eduard Melkus, Eduard Müller, August Wenzinger, Karl Scheit; Deutsche Grammophon Gesellschaft 198 474/75, 50,– DM.

Durch die emotionelle, doch stilistisch einwandfreie Darstellung bekommen die zwar sehr gutbekannten, aber auch oft langweilig wirkenden Sonaten eine neue Lebendigkeit.

Felix Mendelssohn Bartholdy und Peter Tschaikowsky: "Violinkonzerte"; Pinchas Zukerman, New Yorker Philharmoniker, Leitung: Leonard Bernstein, Londoner Sinfonieorchester, Leitung: Antal Dorati; CBS 72 768, 25,– DM.

Von dem 21jährigen israelischen Geiger Pinchas Zukerman hat man sensationelle Dinge gelesen – das Schallplatten-Debut bestätigt die überschwenglichen Berichte. Sein Spiel gibt den beiden Konzerten frische Impulse.

Johannes Brahms: "Händel-Variationen op. 24, Klavierstücke op. 119, Drei Intermezzi op. 117"; Stephen Bishop; Philips 839 722 LY, 25,– DM.

Der junge amerikanische Pianist besitzt eine ausgeprägte formanalytische und musikalisch-architektonische Begabung; sein Temperament, dem jeder Zug zur Exzentrik fehlt, sowie sein nuancenreicher Anschlag befähigen ihn, den Spätwerken einen Hauch von Resignation zu geben.

Ludwig van Beethoven: "Neun Sinfonien"; Cundari, Rankin, da Costa, Wildermann, Columbia Sinfonieorchester, Leitung: Bruno Walter; CBS 77 701, 58,– DM.