Bernhard Cornfeld, Chef der IOS, wurde samt Mutter Sophie zu einer Privataudienz bei Papst Paul VI. geladen. Die Audienz soll eine Anerkennung des Papstes für gute Taten gewesen sein: Cornfeld gibt über eine hauseigene Stiftung reichlich für gute Werke. Während der Audienz gab der Papst seinen Segen für eine weitere gute Tat: Cornfeld wird einen Bildband über den "Fortschritt der Völker" verfassen lassen, der die Bemühungen des Vatikans um die unterentwickelten Nationen unterstützen soll. "Für lOS-Publizität soll Cornfelds Besuch beim Papst", so die deutsche IOS, "nicht ausgewertet werden."

Charles Wilp, Experte für Werbung und Photographie, erklärte das Ende der Sexwelle in der Werbung. Wilp hält die Zeit für gekommen, in der Werbung nun den Sex kon-sequent auf das zu verkaufende Produkt zu übertragen: "Die Ware selbst, nicht das spärlich bekleidete Mädchen, muß beim Verbraucher den Wunsch erwecken, sie zu besitzen." Für die Werbebranche ist diese Erkenntnis nicht gerade neu, aber für Wilp persönlich mag sie wirklich neu sein: Als kürzlich eine Fernsehsendung darüber wie Wilp Werbung macht gedreht wurde, spielten Nackedeis noch die Hauptrolle.

Claus Jacobi, ehemaliger Chefredakteur des "Spiegel", wird die Chefredaktion der Springer-Zeitung "Welt am Sonntag" ("WamS") übernehmen. Warnfriede Enke, der bisherige Chefredakteur, soll sein Stellvertreter werden. Von Jacobi wird erwartet, daß er die Sonntagszeitung "ein wenig verändern" wird. Es heißt, er werde das Blatt am Vorbild der englischen Sunday Times ausrichten. Um das Vorbild zu erreichen, müßte Jacobi die "WamS" auch mit einer Beilage im Magazinformat – nur etwas größer als das Spiegelformat – anreichern.