Konkret freilich sind die Paragraphen des deutschen Strafgesetzbuches, an die wir uns gehalten haben. Sie nachzuschlagen, empfiehlt sich nicht nur, weil es die Lösung der Fälle erleichtert – sondern es empfiehlt sich überhaupt, weil ein Bürger die mehr als dreihundert Möglichkeiten, in seinem Staat zum Kriminellen zu werden, kennen sollte. Vielleicht wird er dann ein wenig zurückhaltender mit der oft allzu schnell sich einstellenden Reaktion auf Ärgerliches oder Besorgniserregendes: Das müßte bestraft werden!

Ein Strafgesetzbuch ist im Deutschen Taschenbuchverlag (dtv 5007) für 3,80 DM, bei Goldmann (Gelbe Taschenbücher 714) für 2,80 DM zu haben.

Hinzuzufügen wäre schließlich noch, daß unser Kollege Paul Flora sich von dem Thema "Kunst im Urteil der Gerichte" ganz im allgemeinen hat inspirieren lassen. Die Zeichnungen geben also keine Hinweise auf die Lösungen der einzelnen Fälle. (Die Lösungen finden Sie im ZEITMOSAIK auf Seite 20, für voreilige Leser auf den Kopf gestellt.)

Floras gezeichnete Assoziationen können freilich mithelfen beim Nachdenken über die Frage, die recht ernst dem Spiel zugrunde liegt: Wie kommt das eigentlich, daß wir manche Verhaltensweisen in der Kunst konsumierend genießen, während wir sie "in Wirklichkeit" mit Acht und Bann und Gefängnishaft belegen?

Wir glauben, die Antwort ist so leicht nicht, wie irgendeiner sie sich auf Anhieb machen möchte. D. Z.