Gleich zwei arabische Guerilla-Truppen haben für sich in Anspruch genommen, den Handgranatenanschlag auf den Flughafen München-Riem unternommen zu haben. In der jordanischen Hauptstadt Amman erklärte ein Sprecher der extrem linksstehenden „Volksfront für die Befreiung Palästinas“ der Anschlag sei von Leuten seiner Gruppe durchgeführt worden. Zur gleichen Zeit behauptete, ebenfalls in Amman, die relativ unbekannte Gruppe „Aktionsorganisation für die Befreiung Palästinas“, der Anschlag sei von ihren Männern verübt worden.

Bei dem Attentat auf Transitpassagiere der israelischen Fluggesellschaft EL AL waren durch zwei Handgranaten ein Passagier getötet und elf zum Teil schwer verletzt worden. Nach Angaben der Münchner Polizei hatten wahrscheinlich drei Araber vom Transitraum des Flughafens eine Handgranate in den vor dem Raum wartenden Bus geworfen und dabei einen Passagier getötet. Eine zweite Handgranate explodierte noch in der Hand eines Attentäters. Unter den Passagieren befand sich auch der Sohn des israelischen Verteidigungsministers Dayan, Assaf, der unverletzt blieb.

Anschläge von arabischen Guerillas waren bisher auf EL-AL-Maschinen in Athen, Rom und Zürich unternommen worden. Sie hatten ebenfalls Tote und Verletzte gefordert. In Deutschland war es dagegen bisher noch zu keinem dieser Attentate gekommen.