Wenn man – in Hotels – japanisch leben möchte, sind die „ryokan“-Hotels empfehlenswert. Hier wird der Gast an- und ausgekleidet, er schläft auf dem „futon“ auf der Erde und ißt in seinem Zimmer. Aber diese Übernachtungen sind etwas teurer als die im „western style“. In billigeren Häusern muß der Gast mit Zimmergenossen rechnen; Japaner sind daran gewohnt, in der Gruppe zu leben, zu viert in einem Zimmer oder mehr.

Die billigsten Unterkünfte bieten Tempel. Auf Fremde eingerichtet sind in der Nähe von Osaka die großen sehenswerten Klosteranlagen von Koyasan, in den Bergen auf 900 Meter Höhe. Zur Zeit ist es dort noch sehr kühl. Unterkunft in einem Schlafsaal und Essen kostet 1000 Yen pro Tag (etwa 10 Mark), das Essen ist vegetarisch, bescheiden. Bei Kyoto auf dem Berg Hiei nimmt der Tempel Enryakuji Fremde auf. In anderen Klöstern kann es Sprachschwierigkeiten geben, aber die Japaner sind warmherzig, freundlich und werden immer nach einer Lösung suchen.

Der Andrang ausländischer Besucher zur Expo ist zur Zeit noch nicht ganz so groß, wie vor Monaten schon angenommen und – befürchtet wurde. Für Gruppenreisen sind die Hotels ausgebucht. Einzelreisende werden aber immer irgendwie und irgendwo ein Bett finden. Die Situation ist günstig; offensichtlich haben Reiseveranstalter und -agenturen zu viele Betten vorausbestellt, die jetzt verfügbar werden. – Die Hotelpreise sind gesalzen, und es werden Vorauszahlungen verlangt. Ganz in der Nähe der Expo kostet ein winziges Zimmer mit Bad schon 7200 Yen (etwa 72 Mark).