Die Aussichten auf eine baldige Einstellung der Kämpfe in Laos haben sich weiter verschlechtert. Nachdem der laotische Ministerpräsident Souvanna Phouma einen Friedensvorschlag der Pathet-Lao-Bewegung ablehnte, wird in absehbarer Zeit nicht mehr mit der Aufnahme von Gesprächen zwischen den streitbaren Parteien gerechnet. Souvanna Phouma wies den vor wenigen Tagen übergebenen Plan des Pathet-Lao zurück, weil er als Vorbedingung für die Aufnahme von Friedensverhandlungen die Einstellung der amerikanischen Bombenflüge forderte. Der laotische Regierungschef bezeichnete den Vorschlag als unannehmbar, da er einseitige Konzessionen an die Kommunisten beinhalte. Die Bombenflüge sollten nicht eher eingestellt werden, als Nordvietnam seine 67 000 Soldaten aus Laos abziehe.

Unterdessen haben sich die Kampfhandlungen im Norden von Laos verschärft. Nach Angaben aus Vientiane haben laotische Regierungstruppen die frühere amerikanische Nachschubbasis Sam Thong zurückerobert. Die Regierungstruppen sollen auch andere Schlüsselstellungen nördlich des US-Ausbildungszentrums Long Cheng (siehe auch Karte) eingenommen haben.