Günter Schmölders, Ordinarius für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft und Ex-Rektor der Universität Köln, wird im nächsten Jahr emeritiert und möchte aus diesem Anlaß ein kompliziertes Grundstücks-Tauschgeschäft vornehmen. Um zu seiner Tochter und seinem Enkelkind ziehen zu können, sucht er in München eine Eigentumswohnung, „in zentraler Lage, mit herrlichem Alpenblick“. Sie soll vier bis fünf Zimmer und etwa 180 Quadratmeter Wohnfläche haben. Schmölders könnte die Wohnung bar bezahlen, sofern sich gleichzeitig ein Barkäufer seiner 1893 erbauten, herrschaftlichen Kölner Zehn-Zimmer-Villa fände. Das Haus hat – einschließlich Souterrain und Obergeschoß – etwa 200 bis 250 Quadratmeter Wohnfläche, liegt in der Köln-Lindenthaler Geibelstraße – in unmittelbarer Universitätsnähe – und war bis zum 1. Weltkrieg die Dienstvilla des Landrates des Landkreises Köln. Das Haus hat Ölheizung, Garage und – auf einem insgesamt nur 310 Quadratmeter großen Grundstück – einen sehr kleinen Garten. Schmölders gibt als „Verhandlungsbasis“ einen Kaufpreis von 300 000 Mark an.