Herbert Schneider, CDU-Bundestagsabgeordneter und Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, verschickte an alle Abgeordneten des Bundestages eine Stellungnahme zu den Finanzsperren im Bereich der Weltraumforschung. Schneider mahnte die „Herren Kollegen“, diese Sperren seien kein Mittel der Konjunkturdämpfung und sollten mithin rückgängig gemacht werden. Spottete ein SPD-Parlamentarier: „Ein Zusammenhang zwischen Schneider und der Raumfahrtbehörde besteht aber nicht.“

John Kenneth Galbraith, amerikanischer Harvard-Professor und Autor der Wirtschafts-Bestseller „Gesellschaft im Überfluß“ und „Die moderne Industriegesellschaft“, hat entdeckt, daß das Schreiben von Romanen am einträglichsten ist. Einem Literaten-Zirkel in Paris verriet, er jüngst, daß ihm sein neuer Erfolgsroman „Der Triumph“ bisher ebensoviel eingebracht habe, wie die ersten zehn Jahre als Professor.

Erhard Eppler, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, tut sich schwer, den Staaten Schwarzafrikas klarzumachen, warum die Bundesrepublik trotz offizieller Mißbilligung der Apartheids-Politik schwunghaften Handel mit Südafrika treibt. Der Entwicklungshilfe-Minister auf einer Pressekonferenz in Daressalam, der Hauptstadt Tansanias: „Handel ist eine Sache, politische Beziehungen eine andere.“ Darauf die Regierungszeitung: „Tansania kennt keinen Unterschied zwischen Prinzipien und Pfennigen.“

Willy Brandt, Bundeskanzler, ist bekümmert über den schlechten Eindruck, den der öffentliche Streit um die Olympiakosten im Ausland machen könnte. Internen Auseinandersetzungen über die Kostenfrage wird er allerdings nicht ausweichen können: Brandt wurde kürzlich zum Vorsitzenden des Olympia-Beirats gewählt, dem auch CSU-Führer Franz Josef Strauß angehört. Doch zunächst machte der Bundeskanzler einen Vorschlag zur Güte: Der Bund werde bis zu 450 Millionen von den 831 Millionen Mark Olympiakosten auf sich nehmen.

Professor F. Kneschaurek, schweizerischer Nationalökonom, errechnete zwar keine genauen Zahlen, versetzte die Eidgenossen aber dennoch in Schrecken: Nach Kneschaureks Perspektivstudie für das Jahr 2000 müßten die Schweizer mit einer relativen Verarmung rechnen, denn er prophezeite eine Dauerinflation mit 4 bis 4,5 Prozent pro Jahr. Damit sind, nach Kneschaurek, die angenehmen Zeiten stetig wachsenden Wohlstandes vorbei.