Belgiens reizvolle Feriengebiete finden erst seit kurzer Zeit Interesse bei ausländischen Anlegern. Aber man muß schon die belgische Küste oder die Ardennen sehr lieben, um sich dort teuer einzukaufen. Wegen der kurzen Saison in beiden Gebieten gibt es kaum Möglichkeiten zur Weitervermietung. Die Hauptstadt Brüssel bleibt daher der interessanteste Markt für Ausländer, die dort auf reichhaltiges Angebot stoßen und gegenüber Belgiern rechtlich auch nicht benachteiligt sind.

Der Trend „weg von Eigenheim oder Villa und hin zum Stockwerkseigentum“, häufig in Hochhäusern oder Wohnpalästen, hat sich in den letzten Jahren in Belgien verstärkt. In gehobener Qualitätskategorie ist das Angebot sehr groß, schlechter ist es um mittelgute Wohnungen bestellt.

Kredite sind für Ausländer bis zu 60 Prozent des geschätzten Wiederverkaufspreises für Laufzeiten von 5 bis 20 Jahren zu bekommen. Augenblicklich liegen die Zinsen jedoch zwischen 10 und 11 Prozent. Hinzu kommen einmalige Kosten für die Grundbucheintragung (12,5 Prozent), für den Notar (2,5 Prozent) und eventuell für die Hypothekengewährung (1 Prozent). Die Kaufpreise variieren sehr stark nach Lage und Ausstattung der Wohnung.

Die Preise in den Ardennen liegen zum Teil erheblich unter jenen in Brüssel, allerdings ist der Markt unübersichtlicher. An der Küste sind Neubauten in Ostende, Blankenberge und Knocke etwas teurer als in Brüssel. Günstige Gelegenheiten bieten sich häufig in den kleinen Strandorten.

DIE ZEIT untersuchte Preise von Wohnungen mit Fahrstuhl, Hauswart, Terrasse, eingerichteter Küche in guter bis sehr guter Lage. Für die laufende Unterhaltung müssen etwa 20 Prozent des potentiellen Mietwertes aufgebracht werden, (Mit „Mietwert“ ist die Einnahme für eine gedachte Vermietung der Eigentumswohnung gemeint.)

Brüssel und Vororte

Preise in Mark