Von Karin Zeller

Ich habe im Bahnhofskino den Buster Keaton gesehen, und das ist fast schon eine Reise wert...“ Das war vor zwei Jahren Peter Handkes Resümee nach einem Aufenthalt in Zürich. Ich fuhr mit dem Zug hin und mit dem Anekdotenbuch „So ist Zürich“.

Die Schweizerin in meinem Abteil sagte kurz vor der Grenze: „In Zürich gibt es jetzt Langhaarige, leider!“

„Zürich ist – sagt die Schweizerische Verkehrszentrale – europäischer Finanzplatz erster Ordnung, ein Sammelpunkt von Banken und Versicherungen.

Zürich ist eine glückliche und lebendige Stadt, in der fast jedermann in solidem Wohlstand lebt.

Zürich ist Kristallisationspunkt der Kultur. Die Eckpfeiler des schweizerischen Schrifttums sind der Züricher Gottfried Keller und C. F. Meyer.

Zürich ist Mittelpunkt einer Gartenlandschaft. Flankiert von den waldigen Höhen des Zürich- und Uetlibergs (per Stadtbahn erreichbar), erleuchtet vom Spiegel des Sees, auf den die Segel Akzente setzen, und gekrönt vom Kranz der vergletscherten Alpengipfel am fernen Horizont.