Drei Transaktionen wird Westdeutschlands größter Nichteisenmetall-Konzern (Umsatz: 4,6 Milliarden, Mark) in den nächsten Wochen und Monaten durchführen: das Kapital erhöhen, ein genehmigtes Kapital schaffen und eine Anleihe auflegen. Denn die Frankfurter Metallgesellschaft, die gleichzeitig Rohstoffe fördert, handelt, produziert und Bankgeschäfte betreibt, hat viel vor. In fünf Jahren sollen 1,15 Milliarden DM investiert werden, davon rund 80 Prozent in Sachanlagen. Das Ziel: Verstärkung der Rohstoffseite und Ausbau der Verarbeitungskapazität. Die Finanzierung soll mit 650 Millionen Mark aus Abschreibungen kommen, die restliche halbe Milliarde aus Reservebildungen, Kapitalerhöhungen und langfristiger Fremdfinanzierung.

Eine erste Kapitalaufstockung (um 25 auf 200 Millionen Mark) wird der Hauptversammlung am 5. Mai vorgeschlagen. Im Verhältnis 7 zu 1 zu 125 Mark je 50-Mark-Aktie (derzeitiger Börsenkurs bei 570). Die Kapitalerhöhung ist bereits so gut wie genehmigt, denn über die Hälfte des Metallgesellschaftskapitals gehört mit jeweils einer Schachtel der Dresdner Bank und einer Holding von Siemens, Deutsche Bank und Allianz. Etwa 16 Prozent besitzt eine schweizerische Gesellschaft, so daß für freie Aktionäre – es sind rund 5000 – noch 20 bis 35 Prozent übrigbleiben. Die nächste Kapitalerhöhung in wahrscheinlich zwei Jahren ist bereits avisiert.