Von Hakan Hedberg

Das japanische Wunder ist eine imponierende Demonstration dessen, was mit einem Land geschieht, in dem die Manager die totale Macht ergriffen haben.

Es ist der Wohlstand der Produzenten – jetzt und in Zukunft –, der durch jeden Beschluß, jedes neue Programm geschützt wird. Das Ergebnis ist das schnellste Wirtschaftswachstum der Welt.

Wenn man die japanischen Anstrengungen beobachtet, vermischt sich die Bewunderung bald mit Schrecken. Japan ist eine Gesellschaft, die von der Bahn abgekommen ist; Japan ist entgleist.

Japan ist eine Gesellschaft, in dem die Lektüre des Staatshaushalts zu einem faszinierenden Erlebnis wird – mehrere hundert Millionen Dollar an Subventionen für die Reeder, die Bergwerke, für die Forschung der Automobil-– industrie. Die Nichtproduzenten dagegen wer-

den auf Hungerrationen gesetzt. Der Haushaltsvoranschlag zur Verhinderung einer Umweltkatastrophe beträgt 12 US-Cent pro Kopf. Elternlose Kinder bekommen eine Beihilfe von 9 Cent pro Kopf der Bevölkerung. Altersfürsorge wird mit 28 Cent angesetzt.

In dieser japanischen Gesellschaft beklagt sich der Verbraucher vergebens. Im Sommer 1969 stellten die Gesundheitsbehörden in Tokio fest, daß 38 Prozent allen Speiseeises von Bakterien wimmelten und daß 426 Speiseeishersteller in Tokio und Umgebung die Höchstgrenze des zu-