Fragen Sie vor dem Vertragsabschluß den Notar, der Ihren Vertrag beurkundet, ob Ihnen irgendein Schaden entstehen kann, wenn der Bauträger zahlungsunfähig wird, indem er zum Beispiel Vergleich oder Konkurs anmeldet.

Fragen Sie den Notar insbesondere:

  • ob der Anteil Ihres Geldes, der schon verbaut ist, wenn der Bauträger zahlungsunfähig wird, abgesichert ist;
  • ob der Anteil Ihres Geldes, der zu diesem Zeitpunkt noch unverbaut bei dem Bauträger auf irgendeinem Konto liegt, ebenfalls ausreichend abgesichert ist;
  • ob Sie im Fall der Zahlungsunfähigkeit des Bauträgers für irgend etwas haften;
  • ob die Fertigstellung des Baues auch für den Fall sichergestellt ist, daß der Bauträger zahlungsunfähig wird, und zwar ohne zusätzliche Kosten.
  • ob sichergestellt ist, daß Ihre Wohnung auch im Grundbuch auf Sie umgeschrieben wird, wenn der Bauträger zahlungsunfähig wird;
  • ob Ihre Wohnung dann nur mit den Hypotheken belastet ist, die Sie selbst zur Finanzierung in Anspruch nehmen wollen.

Wenn Sie dem Notar diese Fragen stellen, wird er Ihnen sicherlich genau erklären, ob für Sie irgendein Risiko besteht, so daß Sie sich selbst ein Urteil bilden können.

Es ist jedoch möglich, daß diese Ratschläge nicht jedes denkbare Risiko erfassen. Wenn Sie ganz sichergehen wollen, sollten Sie deshalb Ihren Rechtsanwalt mit der Prüfung des Vertragstextes beauftragen.

Dieser Absatz findet sich in dem soeben erschienenen Buch „Eigentumswohnungen. Erwerb, Besitz, Verwaltung“. Verlag Moderne Industrie, München. 216Seiten. Preis: 19,80 Mark. Der Autor nennt sich Hermann Köhler, heißt aber in Wahrheit anders. Er ist Mitarbeiter einer großen Wohnungsverwaltungs- und -vermittlungsgesellschaft und möchte deshalb sein Pseudonym wahren. Er bringt in verständlicher Sprache alles Weseitliche über das Wohnungseigentum und über alles, was Gesetz und Klugheit einem Eigentumswohnungs-Käufer vorschreiben.