Abraham Lincoln hätte es heute schwer, in den Vereinigten Staaten einen Job zu finden. Denn bei einer repräsentativen Umfrage unter 150 Personalchefs gaben fast achtzig Prozent zu, daß sie sich weigern würden, einen Bewerber mit Bart zu nehmen.

Noch schwerer wäre es für Benjamin Franklin, heute Geld zu verdienen: Neunzig Prozent lehnen einen Kandidaten ab, der sein Haar schulterlang trägt.

Aber auch mit reizvolleren Attributen kann man Amerikas Brötchengeber nur reizen: Fast sechzig Prozent aller Personalchefs meinten, daß sie eine junge Dame abweisen würden, die bei der Bewerbung im Minirock erscheint.

Im Vergleich zu Mini-Vorurteilen erscheint die Rassenfrage nicht so gewichtig. Fünfzig Prozent der befragten Chefs würden eine farbige Angestellte mit afrikanischem Wuschelkopf akzeptieren – die Haare im „Afro-Hair-Style“ zu tragen, ist in den USA zur Zeit in Mode. Und bei Männern wollen immerhin auch noch 41 Prozent Afro-Pilzköpfe hinnehmen.

Doch eins stieß auf einmütige Ablehnung der Bosse: eine Bewerberin in einer durchsichtigen Bluse. Nahezu hundert Prozent der befragten Personalchefs bestätigten, daß sie eine Dame, die sich so gewandet vorstellt, nicht nehmen würden. rb