So ein Prachtband! Eigentlich ein Katalog: der aufwendige, verführerische Katalog einer einmaligen Ausstellung:

„Treasures of Britain“. Ein Führer durch die Schatzkammer Großbritannien. Herausgegeben von der Automobile Association, London. 680 Seiten. In Deutschland erhältlich beim British Bookshop, Frankfurt, Börsenstraße 17 (in englischer Sprache; 41 Mark).

Das Britain von gestern und vorgestern: die kulturgeschichtliche Entwicklung von der Eiszeit an; ein lückenloses Verzeichnis der Sammlungen, Museen und Galerien; eine Übersicht über die Stilrichtungen in den letzten tausend Jahren; die Personen, die das alles beeinflußten, schufen, konservierten, und – alphabetisch geordnet – alle Kunstgegenstände, -stätten und historischen Plätze auf den Britischen. Inseln. Hervorragend gedruckt, mit vielen Farbaufnahmen und einem 36seitigen Kartenteil,

Dies Buch ersetzt den Baedecker nicht, nicht einmal den Polyglott. Es läßt die Sonne aufgehen über Blenheim Palace (wo 1874 Winston Churchill geboren wurde) und illuminiert das Treppenhaus von Marlborough House (wo der Herzog seinen Sieg über die Franzosen, bei Ramillies 1706, an die Wand malen ließ) – aber, wie Studienreiseführer sind (und dies ist einer, ein fabelhafter), er hat nicht ein Land zum Inhalt, sondern ein Museum in den Ausmaßen eines Landes.

Dieses Buch (die erste Auflage ist 1968 erschienen) ist bisher mehr als eine Million mal verkauft worden. Es gibt mehr Sammler und heimliche Liebhaber (auch auf dem Kontinent), die nach England fahren und in England reisen, nicht-Swinging Londons wegen, sondern nur aus einem Grund: ... this Britain of yesterday. -m