Die Himmelbetten (mit Königswappen) sind gemacht, die Butler zur Nachsicht angehalten; die Herzöge schicken sich in ihr Los – sie nehmen Gäste auf. Zahlende Gäste.

Der Duke of Bedford, enfant terrible der englischen Society, nimmt 600 Mark für eine Nacht auf Woburn Abbey (42 Meilen von London); für das Himmelbett, ein Abendessen und Frühstück. Der Duke of Bedford ist am teuersten ... In Maiden Bradley House in Wiltshire, Sitz des 18. Herzogs von Somerset, kosten drei Nächte im Himmelbett, das einst Heinrich VIII. benutzte, 500 Mark. Auf Compton Castle in Devon, bei Commander Walther Raleigh Gilbert, sind es für 24 Stunden 174 Mark.

Woburn Abbey, Maiden Bradley House und Compton Castle sind keine „Schloß-Hotels“ (wie es sie in der Bundesrepublik gibt), die übrigen 200 oder 300 Schlösser und Herrensitze, in denen heute Touristen unterkommen können, ebensowenig. Der Aufenthalt in diesen Häusern ist sehr privat; Whisky mit Herzögen, Bla-bla am Kamin, Wohnen in den Gästen vorbehaltenen luxuriösen Suiten (es gibt in jedem Haus nur einige wenige davon).

Das Londoner Reisebüro Boswell & Johnson (15, Pall Mall, London S.W. 1) vermittelt Aufenthalte im Schloß und bietet eine 14tägige Rundreise, mit Übernachtung nur in Schlössern an, Preis für vier Personen (Vollpension, Mietwagen) 7500 Mark.

Zum erstenmal werden jetzt Rolls-Royce-Wagen (ein Silver Shadow, ein Silver Cloud) an Selbstfahrer vermietet. Wochenmiete: 885 Mark. Auskünfte: British Travel, 64, St. James’s Street, London, S. W. 1.