Tariflicher Zwang

zur Vermögensbildung

bringt den Gewerkschaften

wenig ein

Der Bann ist gebrochen: Nachdem IG Metall-Chef Otto Brenner seinen Widerstand gegen eine tariflich vereinbarte Vermögensbildung aufgegeben hat, wird es nicht mehr lange dauern, bis alle deutschen Gewerkschaften ihren „vermögenswirksamen“ Tarifvertrag haben. Rund eine Million Arbeiter und Angestellte sind es schon jetzt, denen unter dem steuerbegünstigten Dach des 312-DM-Gesetzes Monat für Monat ein „Sparalmosen“ ihres Arbeitgebers gutgeschrieben wird.

Mit den 3,5 Millionen Metallarbeitern wären es bald fünf Millionen von rund 22 Millionen Beschäftigten in der Bundesrepublik, denen das Sparen vom Tarifvertrag diktiert wird.

Sind die Leistungen für den einzelnen auch noch so gering und reicht das Ersparte nach zehn Jahren gerade aus, einen Volkswagen zum heutigen Preis zu kaufen, so wird die Summe der tariflichen Ersparnisse jährlich bald die Milliardengrenze übersteigen und keine Bagatelle mehr sein.