Die DDR und die Zentralafrikanische Republik haben am letzten Wochenende vereinbart, diplomatische Beziehungen aufzunehmen und Botschafter auszutauschen. Ein entsprechendes Protokoll wurde von dem Präsidenten Jean Bedel Bokassa, der zu einem Staatsbesuch im Sudan weilte, und dem Botschafter der DDR im Sudan, Eberhard Feister, unterzeichnet.

Die Zentralafrikanische Republik (1,3 Millionen Einwohner, Hauptstadt Bangi), ehemals französische Kolonie, unterhält auch zur Bundesrepublik diplomatische Beziehungen. Wie Regierungssprecher Ahlers mitteilte, will die Bonner Regierung die „Angelegenheit“ ebenso überprüfen wie die jüngste Anerkennung der DDR durch Somalia.

Mit der Zentralafrikanischen Republik unterhalten nun 22 Staaten mit Ostberlin volle diplomatische Beziehungen. Neben den dreizehn kommunistischen Staaten: Tschechoslowakei, UdSSR, Polen, Ungarn, Rumänien, Albanien, Jugoslawien, Bulgarien, Kuba, China, Nordkorea, Nordvietnam und Äußere Mongolei sind es Ägypten, Sudan, Irak, Südjemen, Syrien, Kambodscha, Kongo-Brazzaville und Somalia.