Mit großem Aufwand werden in dieser Woche in der Sowjetunoin und den anderen kommunistischen Ländern die Feiern zum 100. Geburtstag Lenins begangen. Zu einem Höhepunkt der sowjetischen Festlichkeiten wurde in Moskau die Sondersitzung des Zentralkomitees der KPdSU und der Obersten Sowjets der UdSSR, an der zahlreiche ausländische Delegationen teilnahmen. Parteichef Breschnjew griff in einer Festrede China und den Westen als Feinde des Kommunismus an, betonte jedoch gleichzeitig die Bereitschaft zu friedlichen Verhandlungen mit beiden Gegnern.

Auch in der DDR haben in den letzten Tagen zahllose Lenin-Feiern stattgefunden. Im Mittelpunkt stand eine von 200 000 Menschen besuchte Enthüllung eines Lenin-Monuments in Ostberlin. Der DDR-Staatsratsvorsitzende Ulbricht würdigte aus diesem Anlaß die Verdienste des Revolutionärs und erklärte, das 17 Meter hohe, aus rotem Granit gehauene Denkmal solle alle Bürger an den „Einmarsch der ruhmreichen Sowjetarmee unter dem Banner Lenins“ erinnern.