Von Rudolf Walter Leonhardt

Auf japanisch wie auf chinesisch wie auf thai heißen junge Damen, die des Abends in dafür geeigneten Tanz-, Eß- und vor allem Trinklokalen Männer jeden Alters betreuen: Hostessen.

Wie ausgerechnet die englische Sprache dazu, kam, der Welt dieses Wort zu schenken, bedürfte komplizierter Erklärung: denn kaum irgendwo sonst ist die Kunst der Hostessen so unterentwickelt wie in den englisch sprechenden Ländern. Darunter liegen nur noch die kommunistischen.

Auf dem Gipfel der Kunst der Hostessen aber steht Bangkok. Und die Kunst besteht darin, den Beruf der „Unterhalterin“ zumindest scheinbar gern und nicht nur um der „Piepen“ willen auszuüben und sich deutlich von der reinen Prostitution zu distanzieren.

In Japan gelingt das eine nicht immer: Nur Pflichtübungen, keine Kür.

In Deutschland andererseits werden ganz direkt intimere Verbindungen angesteuert, die höher im Kurs stehen.

Das waren alles Vorausbemerkungen für eine ganz kleine Geschichte aus Bangkok: