Wie es im Sprechzimmer des Kanzlers zuweilen zugeht, davon habe ich eine recht präzise Vorstellung. Wenn er nicht gerade über Fragen wie „Kann man die DDR anerkennen, ohne daß es die Opposition merkt?“ oder „Kann man die DDR nicht anerkennen, ohne daß es die DDR-Regierung merkt?“ nachgrübelt, muß sich der Kanzler mit ganz anderen Problemen herumschlagen:

Brandt: Ist noch jemand draußen? (Ehmke sieht im Wartezimmer nach.)

Ehmke: Es sind noch alle draußen.

Brandt: Mein Gott! Und sie wollen alle von mir einen...

Ehmke: Schutzbrief. Manche würden sich auch mit einer kleinen Vertrauenserklärung begnügen. Da ist Achenbach...

Brandt: Dem habe ich doch gerade mein Vertrauen ausgesprochen.

Ehmke. Das war gestern. Er braucht es schon wieder. Es hat ihm so gefallen. Auf manche scheint das wie eine Droge zu wirken.