Für die Berechtigung höherer Lohnforderungen der Arbeiter wird nicht selten der Vergleich mit der Produktivität der Arbeit – das ist der Produktionswert, der im Durchschnitt auf eine Arbeitsstunde kommt – herangezogen. Die Graphik zeigt nun, daß die Zunahme der Stundenlöhne seit 1950 prozentual höher war als die Zunahme der Produktivität je Arbeitsstunde. Daraus zu schließen, daß die Lohnsteigerungen deshalb die Gewinne der Unternehmen geschmälert haben, ist allerdings nicht unbedingt richtig. Denn es zeigt sich, daß der absolute Abstand zwischen dem Produktionswert, der auf eine Arbeitsstunde entfällt, und dem Stundenlohn immer größer wird, während relativ gesehen der Lohnanteil gestiegen ist.