Sollten Sie sehen:

„Große Vögel, kleine Vögel“, von Pier Paolo Pasolini. „Das Arrangement“, von Elia Kazan.

Im Fernsehen: „Kierion“ (1968), von Demosthenes Theos. Deutsche Erstaufführung (Original mit Untertiteln) eines griechischen Films. Vor dem Putsch begonnen, wurde er beendet und aus dem Lande gebracht, ehe die Obristen ihre Macht komplettiert hatten. In Griechenland ist er, obwohl er das Land bei der Filmbiennale vertrat, verboten. Sein junger Regisseur, dessen erster Spielfilm er war, lebt heute im Exil. „Kierion“ ist, was „Z“ zu sein vorgibt: ein authentisches Zeugnis über das Griechenland der Obristen und ein politischer Thriller. Ein Journalist ist ermordet worden. Die Polizei beschuldigt, einen der Regierung unbequemen Studentenführer. Er wird eines Tages tot in seiner Zelle aufgefunden. Ein Journalist stellt Nachforschungen an und bekommt heraus, daß die Anschuldigungen der Polizei falsch waren. Ehe er. die wirklichen Schuldigen finden kann, wird auch seine zuverlässigste Zeugin ermordet. Das Fehlen einer Aufklärung ist ein Merkmal der Wahrhaftigkeit: Da im Kampf gegen das Verbrechen kein Paktieren mit den Vertretern des Gesetzes möglich ist, kann ein einzelner die Machtzusammenhänge nicht restlos entlarven. Hessen III am 9. Mai.

„Toni“ (1934), von Jean Renoir, West III am 8. Mai. „Vali“ (1967) und „Dope“ (1969), von Sheldon Rochlin, West III am 9. Mai. „Im Zeichen des Bösen“ (1957), von Orson Welles, Südwest III am 9. Mai. „Eika Katappa“ (1969), von Werner Schroeter, Bayern III am 10. Mai. „Sherlock Junior“ (1924), von Buster Keaton. Nord III am 10. Mai.

Wenn Sie nichts Besseres vorhaben:

„Wir – zwei“, von Ulrich Schamoni. Wie Leute, die zu wissen glauben, wie das Leben ist, meinen, daß das Leben sei. Alles kommt, wie’s kommen muß. Entdeckungen, Überraschungen, Erfindungen versagt sich der Film mit einer Konsequenz, die fast Bewunderung verdient. Ulrich Schamonis vierter Film ist sicher sein bester (wenn das etwas sagt), weil er sich selbst nicht ausnimmt, nicht mit Fingern zeigt auf andere. Ein Film, bei dem Inhalt und Form eins sind: das tote Bild einer toten Welt.

„Der Strafverteidiger“, von Sidney J. Furie. „Fahrt zur Hölle, ihr Halunken“, von Sergio Corbucci.