Die Historie des amerikanischen Engagements in Indochina

Von Karl-Heinz Janßen

"Wenn wir die weitere kommunistische Expansion in Asien und Indochina aufhalten wollen, müssen wir jetzt das Risiko auf uns nehmen, unsere Jungens hinzuschicken

Richard Nixon

16. April 1954

Nixons Befehl zum Einmarsch in Kambodscha hält sich durchaus in der Tradition seiner vier Vorgänger im Amte. Die amerikanische Indochinapolitik krankte von vornherein an zwei Grundübeln:

Erstens hat Washington den vietnamesischen Nationalkommunismus falsch eingestuft, nämlich als Erscheinungsform eines zentral gelenkten kommunistischen Imperialismus, wobei Stalin und Mao als Drahtzieher beliebig austauschbar waren. Zweitens vertrauten die amerikanischen Präsidenten auf die Unfehlbarkeit der Siegesrezepte, die ihnen der Sachverstand der Militärs und des Geheimdienstes an die Hand gab.