Der rechte Flügel der FDP hat sich formiert: Auf der Hohensyburg bei Dortmund gründeten FDP-Politiker aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Bayern am Wochenende die „Nationalliberale Aktion“ als eingetragenen Verein auf Bundesebene. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Siegfried Zoglmann erklärte als Vorstandsmitglied, die „überparteiliche Gemeinschaft national-freiheitlicher Menschen“ sei nicht als Basis einer neuen politischen Partei gedacht. Jedoch sei eine spätere Entwicklung in dieser Richtung „auf anderer Ebene“ möglich.

Die etwa 30 Gründungsmitglieder der Aktion, die am Samstag rund 100 Aufnahmeanträge entgegennehmen konnte – Voraussetzung sind zwei Bürgen, um die angekündigte Unterwanderung durch Jungdemokraten zu verhindern –, wählten neben Zoglmann den abgesetzten bayerischen FDP-Vorsitzenden Dietrich Bahner in den 15köpfigen Kollegialvorstand.

Der FDP-Bundesvorsitzende, Außenminister Scheel, nannte die Aktion einen „Verein von politischen Pensionären“. Dagegen verlangte Zoglmann den Rücktritt des gesamten Bundesvorstandes, falls die FDP auch noch die Landtagswahlen in Hessen und Bayern verlieren sollte.

Mitglied der in Mülheim ansässigen Aktion kann jeder Deutsche über 16 Jahren werden, der sich zu ihrem Hauptziel bekennt: gegenüber den Demokratisierungsappellen Bundeskanzler Brandts freiheitliche konservative Positionen zu wahren.