Geld in der Literatur, das ist ein Kapitel für sich ...

Theorie und Praxis oder: von der Variationsbreite des Begriffes Sparen

Spekulation heißt Nachdenken, Valutaspekulation: tiefes Nachdenken über das Geld. Ich glaube keineswegs, etwas meiner Feder Unwürdiges zu tun, indem ich hier die Sorge für die Erhaltung des erworbenen und ererbten Vermögens anempfehle.

Der Mensch hat von sich selbst entdeckt, daß er eigentlich gar nicht zum Leben tauge. Nur vermittels etlicher Kunstgriffe war der Mensch bisher dem Schicksal der Saurier entkommen. Spielerisch lernten die kleinen antiken Griechen das Sparen. Die besonders rigoros durch die Reinlichkeitserziehung unterdrückte Defäkationslust ist ätiologisch u. a. für die Charaktereigenschaft: besonders sparsam.

Sebastianer sein heißt keine Geldsorgen kennen. Ein Zettel mit einer Notiz, die ich notwendig brauche, ist mir ein Wertpapier, ebenso ein Brief, ein Lesezeichen an einer Stelle, die ich wiederfinden will. Ein Poet verzinset oft einen Gedanken mit fünfzig Procent, oft mit mehr. Man bekommt etwa 2000 gemischte Buchstaben pro Pfennig. Das ist sehr preiswert, verglichen etwa mit den Buchstaben auf einer Briefmarke.

Das Geld!!...

Wenn ich Geld hätte, würde ich kaufen. Es ist ein Wunder, daß man überhaupt noch gelegentlich an Geld kommt, wo so viele Leute schon so viel Geld haben, daß für unsereinen kaum etwas übrig bleibt. Soll man’s also klauen?