Die Feuerwehren haben seit Jahren keine direkte Verbindung mehr. Bei grenznahen Vorfällen, etwa Großbränden, werden Nachrichten über die Alliierten geleitet oder mündlich über die Mauer gegeben. Manchmal schickt auch eine Senatsdienststelle eine Mitteilung etwa über die Planung von Schnellstraßen nach Ost-Berlin, damit in beiden Hälften der Stadt nicht völlig aneinander vorbeigeplant wird; mitunter kommt auch eine Antwort.

Auch zwischen den Postverwaltungen gibt es keine offiziellen Kontakte. Für den Austausch von Briefen und Paketen hat sich allerdings seit vielen Jahren ein reibungslos funktionierendes Verfahren entwickelt. Pakete werden in Bahnpostwagen auf dem Schienenweg jeden Abend nach Ost-Berlin geschickt, der Gegenzug trifft am Morgen in West-Berlin ein. Briefe und Päckchen werden täglich von fünf West-Berliner und drei Ost-Berliner Postfahrzeugen über die Sektorengrenze transportiert. Die West-Berliner Fahrer brauchen keinen Passierschein; ihre Wagen werden vor der Fahrt durch Ost-Berlin verplombt.

Die Zahl der Leitungen für den innerstädtischen Fernschreib- und Telegrammverkehr wurden kürzlich auf Grund einer mündlichen Vereinbarung verdoppelt; jetzt gibt es 23 Telex- und sieben Telegrammleitungen zwischen beiden Teilen der Stadt. Dagegen ist es seit Mai 1952 nicht mehr möglich, innerhalb Berlins zu telephonieren. Die West-Berliner können zwar ein Gespräch über Westdeutschland mit einem Teilnehmer in der DDR führen, Verbindungen nach Ost-Berlin aber gibt es nicht. Im Zusammenhang mit einer Vereinbarung zwischen Ost-Berlin und Bonn über den finanziellen Ausgleich der Postleistungen wird damit gerechnet, daß in absehbarer Zeit auch der Telephonverkehr zwischen beiden Stadtteilen wiederaufgenommen werden kann.

Neben solchen, meist sporadischen Kontakten gibt es auch eine ständige Präsenz von DDR-Bediensteten in West-Berlin. Sie beruht zum Teil auf alliierten Vereinbarungen, zum Teil auf dem Passierscheinabkommen zwischen dem Senat und der DDR-Regierung. Durch die Passierscheinvereinbarungen wurde 1964 eine "Passierscheinstelle für dringende Familienangelegenheiten geschaffen, die ihren Sitz am Hohenzollerndamm in Wilmersdorf hat. Diese Stelle gibt an West-Berliner in besonderen Fällen – Geburten, Eheschließungen, Todesfälle oder lebensgefährliche Erkrankungen ihrer Ost-Berliner Verwandten ersten Grades – Passierscheine aus. In dieser sogenannten Härtestelle arbeiten sechs Beamte der DDR-Post, assistiert von sechs West-Berliner Kollegen. Sie nehmen nur die Anträge entgegen, leisten Kurierdienste und geben einige Tage später die Passierscheine aus. Die Ausstellung der Passierscheine findet grundsätzlich in Ost-Berlin, statt. Bei eiligen Fällen wie Beerdigungen oder Erkrankungen werden vorher abgestempelte "Sofortscheine" ausgefüllt und ausgehändigt. Im vergangenen Jahr wurden von der Härtestelle 59 380 Passierscheine für 98 210 Personen ausgegeben; abgelehnt wurden 8996 Anträge für 13 830 Personen. Die Zahl der Besuchsgenehmigungen steigt langsam. Der Berliner Senat hat auch das Hausrecht in der Härtestelle. Als die DDR kurz nach dem 13. August 1961 versuchte, auf einigen West-Berliner S-Bahnhöfen eigene Verwaltungsstellen zur Ausgabe von Passierscheinen einzurichten, erließ die alliierte Kommandantur einen Befehl, nach dem die Einrichtung solcher Büros in den Westsektoren verboten ist.

Die in West-Berlin gelegenen Bahnhöfe und Gleisanlagen der Reichsbahn und der S-Bahn werden seit 1945 von der Ost-Berliner Reichsbahndirektion verwaltet. Der gesamte Eisenbahnbetrieb in Berlin unterstand nach Kriegsende der sowjetischen Militäradministration und wurde auch, als die Vier-Mächte-Verwaltung sich etablierte, nicht in die Zuständigkeit der Alliierten Kommandantur einbezogen. Rechtlich untersteht jedoch das Eisenbahngelände in West-Berlin den Westalliierten, die sich notwendige Verfügungen über dieses Gelände vorbehalten haben.

Als die ostdeutsche Transportpolizei 1948 auf den S-Bahnhöfen willkürliche Verhaftungen vornahm, übertrugen die westlichen Stadtkommandanten der West-Berliner Polizei die Polizeigewalt über das Bahngelände. Dabei ist es bis heute geblieben. Die in West-Berlin Beschäftigten der Reichsbahn werden von ihrer DDR-Dienststelle bezahlt; rund 4000 von ihnen sind West-Berliner, etwa 300 kommen aus Ost-Berlin. Die Bahnpolizei hat nur Ordnungsbefugnisse und darf beispielsweise mit einfacher körperlicher Gewalt, also ohne Waffenanwendung, bei Zwischenfällen eingreifen. Die S-Bahn hat in West-Berlin ein 325 Kilometer langes Streckennetz und 77 Bahnhöfe. Sie befördert innerhalb West-Berlins an Werktagen etwa 135 000 Personen.

Die Wasserstraßen in West-Berlin unterstanden nach dem Krieg der Kontrolle durch die Besatzungsmächte; sie werden jetzt vom Senat beaufsichtigt. Der Betrieb der West-Berliner Schleusen ist aber auf Grund alliierter Abkommen dem Wasserstraßenhauptamt in Ost-Berlin überlassen worden, damit die "wasserwirtschaftlichen Erfordernisse des brandenburgischen Was-, serstraßennetzes" berückichtigt werden können. Das Personal der Schleusen wird von dem Ost-Berliner Amt bezahlt; östliche Wasserpolizei hat in West-Berlin keine Rechte.