Die diesjährige Sitzungsperiode der bereits achteinhalb Jahre dauernden Genfer Abrüstungskonferenz endete letzte Woche mit einem Teilerfolg. Mit Ausnahme Mexikos stimmten 22 der 25 vertretenen Staaten einem von der Sowjetunion und den USA vorgelegten Vertrag zu, der die Freihaltung des Meeresbodens von Massenvernichtungswaffen vorsieht. Der gebilligte Entwurf wird an die UN-Generalversammlung weitergeleitet, deren politischer Ausschuß noch vor Monatsende über das Abkommen berät. Sollte es angenommen werden, könnte die Konferenz, der neben den beiden Großmächten zwölf blockfreie Staaten sowie Großbritannien, Japan, Polen und die Niederlande angehören, im nächsten Jahr das Verbot biologischer und chemischer Waffen behandeln.

Der Vertrag untersagt die Installation fester Atomwaffenanlagen außerhalb einer Küstenzone von zwölf Seemeilen und regelt das Kontrollverfahren bei Verdacht einer Vertragsverletzung. Die Einigung war durch Ansprüche der Küstenstaaten auf Nutzung des Meeresbodens und Ausdehnung ihrer Hoheitsgewässer mehrfach verzögert worden.

Keine Einigung erzielte die Konferenz über das Verbot chemischer und biologischer Waffen, da die USA – im Gegensatz zur Sowjetunion – eine Verbotskoppelung beider Bereiche ablehnten.