Seit Mitte der fünfziger Jahre gehört die „Urlaubsindustrie“ zu den Wirtschaftszweigen mit besonders hohen Wachstumsraten. Rund zehn Milliarden Mark werden bis Ende des Jahres über die Grenze geflossen sein. Wie weit der Rekord der deutschen Reiselust und der damit verbundene Devisenexport durch die Ausgaben ausländischer Besucher in Deutschland ausgeglichen wird, steht noch nicht fest. Aber sicher ist schon jetzt, daß es wieder ein Defizit geben wird. Angesichts der hohen Überschüsse in unserer Handelsbilanz ist den Wirtschaftspolitikern dieser Devisenabfluß aber nicht unwillkommen. Mit den Mark-Einnahmen können die Ausländer wieder deutsche Maschinen kaufen.