Die Marketing-Experten der Kölner Fordwerke gaben der jüngsten Kreation ihres Hauses einen alten Namen: Die neuen Mittelklassewagen heißen jetzt wieder, wie in alten Zeiten, Taunus.

Wie in alten Zeiten ist auch das Styling wieder ganz auf die in Amerika übliche Stilrichtung abgestellt. So wird auch die „Knudsen-Nase“, ein Stilelement der Kühlerpartie, das seinen Namen dem gefeuerten Ford-Manager Knudsen verdankt, mit fast zweijähriger Verspätung kopiert.

Ansonsten entspricht die Karosserie den Vorstellungen von einer jugendlichen, sportlichen Limousine. Eine lange Kühlerhaube, ein kurzes Heck und klare gerade Linien lassen den Taunus sehr kompakt erscheinen. Gegenüber den Typen 12 M und 15 M, die nicht mehr gebaut werden, macht die neue Karosserie einen erstaunlich guten Eindruck. Der Hauch von Biederkeit, der die alte Modellreihe kennzeichnete, ist verschwunden.

Die neuen Taunus-Modelle wurden von Grund auf neu konstruiert. Von ihren Vorgängern unterscheiden sie sich in der Länge (fünf Zentimeter kürzer), in der Breite (rund zehn Zentimeter breiter) und in der Höhe (acht Zentimeterflacher). Der Radstand wurde um einige Zentimeter verlängert.

Aber nicht nur Karosserie; und Abmessungen haben sich geändert: Neu ist auch der Motor. Statt eines Vier-Zylinder-V-Motors wird jetzt wieder ein Reihenmotor eingebaut. An Vier-Zylinder-Motoren stehen zur Auswahl: ein 1,3-Liter-Motor (55 PS) und zwei 1,6-Liter-Versionen (72 und 88 PS). Für den sportlichen Familienvater kann auf Wunsch der Sechszylinder vom 20 M verwendet werden (90 PS). Die Spitzengeschwindigkeit liegt, je nach Motor, zwischen 135 und 170 km/st.

Neu ist auch der Antrieb: Der neue Taunus wird wieder über die Hinterachse durch die Kurven geschoben.

Ein aufwendiges Fahrwerk soll dem Jüngsten aus Köln eine verbesserte Straßenlage verleihen: Statt Blattfedern gibt es jetzt Schraubenfedern, kombiniert mit Teleskopstoßdämpfern und diagonal gestellten Lenkarmen.