Polizisten mit den umgehängten Maschi nenpistolen blickten gelangweilt. An der Kontrolle zum Warteraum des Nürnberger Flughafens roch es nach frischer Ölfarbe: Arbeiter strichen eine kleine Kabine, in der sich künftig die abfliegenden Passagiere einer Leibesvisitation unterziehen sollten. Kurz bevor der Mann mit der Pistöle kam, kramten die Beamten an der Sperre einer alten Dame in der Handtasche. Dann passierte Christian K. Polit, Redakteur der Pistole vom Kaliber 7 65 Millimeter unter der Achsel. Es handelte sich um einen Test. Polit: "Meine Pistole interessierte niemanden " Mit dem Lufthansaflug 741 landeten er und ein Photograph in Frankfurt. Im Warteraum stellte er seine Jacke aus, so daß die Pistole deutlich sichtbar zu sehen war. Kurz darauf nahmen Polizisten ihn und den Photographen auf die Seite und erklärten: "Sie duc Genehmigung photographierei merkte niemand.

Waffe beRückflug nach Nürnberg mit LH Minuten Verspätung wegen versch trollen. Der Pistolen Mann war wiede?

rund ließ sich mit weit geöffneter Jacke F?, , servieren. Erst als der Photograph ganz P froren das Objektiv auf die Pistole richtete, w?~ die Stewardeß aufmerksam: "Wir leisten kein! Widerstand. Wenn Sie unbedingt wollen, fliegen wir weiter nach Moskau. So viel Sprit haben wir noch "

Polit wollte lieber nach Nürnberg. Dort erwartete ihn ein über Bordfunk alarmiertes Polizeiaufgebot. Nun war auch die Kabine für die Leibesvisitationen fertiggestrichen und einsatzbereit. Und über der Sperre hing ein brandneues Schild: "Wir müssen. Sie bitten, sich besonderen Kontrollen zu unterwerfen "