August von Finck bekam nach Ansicht der bayerischen SPD vom Freistaat Bayern mehr als 100 Millionen Mark geschenkt. Der Milliarden-Baron sollte laut Reformgesetz nach dem Krieg 425,8 Hektar von seinem riesigen Grundbesitz abgeben. Er handelte um Hunderte von Hektar herunter und erhielt von diesem Rest den größten Teil wieder. Ein Landtags-Ausschuß sollte die Vorgänge untersuchen. Dort schieden sich die Geister; Die CSU Mehrheit konnte im Gegensatz zur SPD „keine bedeutsamen Versäumnisse der Beamten und der ihnen vorgesetzten Minister“ feststellen.

Milton Friedman, Wirtschaftsprofessor an der Universität von Chicago, glaubt nicht an eine Aufwertung der Mark. Seiner Ansicht nach muß in etwa einem Jahr sogar abgewertet werden, wenn die Bundesbank die Geldschöpfung nicht bekämpft.

Victor Emanuel Preusker, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Haus- und Grundstückseigentümer, vertritt die Meinung, daß das Mieten-Niveau im August dieses Jahres nur um vier Prozent höher gewesen sei als im August 1969. Das sei die niedrigste Steigerungsrate seit 1962. Da mehr als die Hälfte aller Mieter für ihre Monatsmiete nur zwischen 100 und 200 Mark aufwendeten, bestünde also kein Grund, die Mietensituation zu skandalisieren.

Herbert Haum, Chef der „Kaufhof-Reisen“, hat sich bereit erklärt, 300 000 Mark an seinen früheren Arbeitgeber Josef Neckermann zu zahlen. Weil Neckermann seinen früheren Reisemarschall der vorzeitigen „Schwarzarbeit“ für den Kaufhof überführt zu haben glaubte, verklagte er ihn im September auf Zahlung einer Konventionalstrafe.