Unter der Kennmarke "Bis 20" will die ZEIT im Ressort "Modernes Leben" jungen Lesern möglichst regelmäßig Gelegenheit bieten, über ihre Probleme zu schreiben. "Bis 20" fixiert die Altersgrenze der Autoren. An Themen dürfte kein Mangel herrschen; als Stichworte seien nur genannt: Schule, Zensuren, Lehrer, Freizeit, Generationenkonflikt, Politik für oder auch gegen die Jugend, Wehrdienst, Lehre, der Start ins Studium ... Die Artikel werden redigiert wie andere Artikel auch; und wenn im herausfordernden Aufsatz des Oberschülers Wolf Thomas, mit dem wir "Bis 20" beginnen, die Vokabel "vindizieren" stehen blieb, so mag das als Indiz dafür gelten, daß die Redaktion den Rotstift zurückhaltend gebraucht (Anmerkung für alle, die kein Fremdwörterlexikon zur Hand haben: "vindizieren" heißt "die Herausgabe einer Sache verlangen, vom Eigentümer gegenüber dem Besitzer einer Sache"). Nur eine wesentliche Einschränkung muß die Redaktion machen: Die Aufsätze sollen nicht länger als drei Blatt sein, mit der Schreibmaschine getippt, je Blatt dreißig Zeilen. Welche Beiträge wir veröffentlichen und dann selbstverständlich honorieren und welche wir zurückgeben, ist wie üblich Ermessenssache der Redaktion. Mehr oder minder "flotte Schreibe" der Autoren spielt dabei die geringste Rolle. Entscheidend ist, ob und wie ein für die Jugend wichtiges Thema aufschlußreich behandelt wird, eine Art Forum der jüngeren Leser soll es werden. Und die älteren mögen dann "Bis 20" als die Dokumentation einer Generation werten und vielleicht auch auswerten. Anschrift: "Die Zeit", Redaktion "Bis 20", 2 Hamburg 1, Speersort 1, Pressehaus. A. R.