Von Gabriel Laub

Im Jahre 1969 wurden in der Bundesrepublik 903 458 Kinder gehören. Für das Jahr 1970, sagen die Statistiker, kann man mit kaum mehr als 800 000 Geburten rechnen.

Die Heissner KG in Lauterbach (Hessen), die größte Gartenzwerg-Produzentin Deutschlands, setzt dieses Jahr 800 000 Zwerge aller Größen in die Welt, von vier bis fünfundsiebzig Zentimeter.

Es dürfte für gute Mathematiker nicht schwer sein, den Moment auszurechnen, zu dem es in der Welt mehr Gartenzwerge als Menschen „made in Germany“ geben wird. Man darf beim Rechnen nicht vergessen, daß Keramik und Kunststoffmännchen keinen Krankheiten unterliegen, sogar denen nicht, die der Fortschritt der Zivilisation verursacht; sie werden auch nicht von eifersüchtigen Frauen, Lustmördern, Erben oder politischen Terroristen umgebracht.

Die Geburtszahlen werden in diesem Jahr ungefähr um elf Prozent sinken. Die Produktionszahlen der Zwerge steigen um zwanzig Prozent. Die Zukunft gehört also den Zwergen.

Das zahlreiche Volk der Gartenzwerge, mit dem wir zusammen, ja in einer alltäglichen Symbiose leben, verdient es, studiert zu werden.

I. Gartenzwerg-Charakteristik