Eigenheime und Eigentumswohnungen sind besonders teuer, wenn sie völlig frei finanziert wurden. Dann sind nämlich – erstens – die Hypothekenkosten wesentlich höher als bei Gewährung öffentlicher Mittel. Und – zweitens – werden dann die Verkaufspreise nicht von den Organen der staatlichen Wohnungspolitik kontrolliert.

Die Hamburgische Wohnungsbaukasse bietet seit Anfang dieser Woche preiswerte Zwischenfinanzierungsmittel an. Zwischenkredite werden während der Bauzeit gebraucht, weil die Hypotheken meist erst nach der Fertigstellung verfügbar sind. Zinsen von 11 Prozent für solche Zwischenmittel sind heute gang und gäbe. Bei der Hamburgischen Wohnungsbaukasse sollen, diese Kurzzeitkredite nur 7,5 Prozent kosten. Aber die Kasse stellt zwei Bedingungen: Sie bestimmte den Verkaufspreis der mit diesen Mitteln gebauten Objekte, und sie schreibt die Käuferschicht vor.

Die Verkaufspreise werden nach den „echten Kosten“ berechnet. Die Käufer müssen zu jenem Kreis gehören, der öffentliche Baudarlehen beanspruchen könnte, der also eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet. Dieses neuartige Finanzierungsexperiment mit vermögensbildender und preissenkender Wirkung kann anderen Bundesländern nur zur Nachahmung empfohlen werden. izh