Sollten Sie sehen:

„Berlin-Alexanderplatz“ (1931), von Phil Juszi. „Rote Sonne“, von Rudolf Thome. „Zabriskie Point“, von Michelangelo Antonioni. „Barquero“, von Gordon Douglas.

Im Fernsehen: „Tausendschönchen“ (1966), von Vera Chytilova, Hessen III am 16. Oktober. „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“ (1961), von Fritz Lang, ZDF am 17. Oktober. „Simon in der Wüste“ (1965) und „Ein andalusischer Hund“ (1928), von Luis Buñuel, ARD am 19. Oktober. „Road to Morocco“ (1943), von David Butler, Hessen III am 19. Oktober.

Wenn Sie nichts Besseres vorhaben:

„Medium Cool“, von Haskell Wexler. Ein Kameramann-Film in doppelter Hinsicht: der Film eines Kameramannes und ein Film über einen Kameramann. Wexler photographierte „In der Hitze der Nacht“, „Virginia Woolf“ und andere Hollywood-Filme; sein Held John filmt für eine Chikagoer Fernsehstation Ereignisse des Heißen Sommers 1968. Drama und Dokument, die Biographie des Helden und die öffentlichen Ereignisse, deren Zeuge und Opfer er wird, werden ziemlich mechanisch und konventionell verbunden. Johns Entwicklung vom „unpolitischen Voyeur“ zum „engagierten Kritiker“ vollzieht sich gemäß dem Schema von der „Bildung eines Bewußtseins“. Als Anstöße der individuellen Entwicklung gewinnen die gesellschaftlichen Momente fiktive Züge. Dazu trägt auch die brillante Kameraarbeit bei. Selbst bei den Aufnahmen von Demonstrationen und Polizeibrutalität beim Chikagoer Parteitag der Demokraten bleibt sie der Hollywood-Schule verpflichtet. Trotz der Titel-Anspielung auf McLuhan werden die Gegebenheiten der Medien – des „kalten“ Fernsehens und des „heißen“ Kinos–nicht reflektiert; kein einziges Mal sieht man die Aufnahmen, die der Held gemacht hat. Immerhin bewahrt das den Film vor den Fallen des cinéma direct: Aus der unbeholfenen Fiktion dieses Films erfährt man doch mehr über Amerika als aus dem blinden Dokumentarismus der meisten Fernsehreportagen.

„Die Gräfin und ihr Oberst“, von Jerzy Skolimowski. „Performance“, von Donald Cammel und Nicholas Roeg. „Abgerechnet wird zum Schluß“, von Sam Peckingpah. „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß“, von Sydney Pollack. „Woodstock“, von Michael Wadleigh.

Lohnt sich nicht: