Fast zwei Jahre lang suchten Autoliebhaber im Deutschen Museum in München vergeblich nach automobilistischen Ausstellungsstücken. Die Halle, die dem „Landverkehr“, den Straßen- und Schienenfahrzeugen vorbehalten war, hatten Bauarbeiter besetzt; sie wurde umgebaut. Rechtzeitig zum diesjährigen Geburtstag des Museumsgründers, Oskar von Miller, wurde die Autohalle wiedereröffnet.

Jetzt können die Autoliebhaber hier 50 historische Fahrzeuge besichtigen: Hauptattraktion ist das erste Automobil mit Verbrennungsmotor, der von Carl Friedrich Benz gebaute Motorwagen aus dem Jahre 1886. Einstweilen endet die Autogeschichte für das Deutsche Museum bei einem NSU-Spider, Baujahr 1964, dem ersten Auto der Welt mit einem Wankelmotor. Daneben findet man einen DKW-Meisterklasse, einem Rumpier aus dem Jahre 1921, das erste Auto mit Mittelmotor, von Hanomag ein „Kommißbrot“ und zahlreiche „echte“ Rennwagen.

Aber nicht nur deutsche Automobile haben in der neuen Halle einen Platz gefunden: Auch aus Belgien, England und der Tschechoslowakei werden originelle Entwicklungen gezeigt. -ei